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Pionierprojekt: Wenn Jugendarbeit selbst zur Influencerin wird

Medienmitteilung, 17. Juli 2026

Bild v.l.n.r: Endrit Sadiku (Co-Geschäftsleiter), Samrawit Spuhler (Social Media Team), Timon Ingold (Social Media Team) und Emmanuel Ullmann (Präsident Goethe-Stiftung)

Mit «Positive Influencing» beschreitet die Jugendarbeit Basel – JuAr Basel neue Wege in der Offenen Jugendarbeit. Das von der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung geförderte Pilotprojekt bringt Prävention, Aufklärung und Beziehungsarbeit direkt auf TikTok und Instagram, dorthin, wo Jugendliche einen grossen Teil ihres Alltags verbringen. Seit Mai 2026 sorgt ein spezialisiertes Team dafür, dass Trends frühzeitig erkannt, Inhalte professionell aufbereitet und Jugendliche auch im digitalen Raum verlässlich begleitet werden.


Die Lebenswelt Jugendlicher endet nicht an der Tür des Jugendzentrums

Jugendliche bewegen sich heute selbstverständlich zwischen analogen und digitalen Lebenswelten. Auf Plattformen wie TikTok oder Instagram entstehen Trends, Meinungen und Gemeinschaften. Gleichzeitig verbreiten sich dort Desinformation, Cybermobbing, problematische Rollenbilder oder gefährliche Challenges oft schneller, als Erwachsene oder Institutionen darauf reagieren können.


Ein spezialisiertes Team für digitale Jugendarbeit

Mit «Positive Influencing» veröffentlicht die JuAr Basel nicht einfach Beiträge auf TikTok und Instagram. Seit dem 1. Mai 2026 arbeitet ein spezialisiertes Team daran, aktuelle Entwicklungen auf Sozialen Medien kontinuierlich zu beobachten, Inhalte fachlich einzuordnen und professionelle Präventionsvideos zu produzieren. Die Themen orientieren sich an den Erfahrungen aus der täglichen offenen Jugendarbeit und reichen von digitalen Risiken über Medienkompetenz bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.

Endrit Sadiku, Co-Geschäftsleiter der JuAr Basel, welcher das Projekt initiiert hat, sagt:

«Die Begleitung junger Menschen im digitalen Raum ist eine Verbundsaufgabe von Elternhaus, Schule und Offener Jugendarbeit. Mit «Positive Influencing» leisten wir unseren Beitrag dazu. Unsere Stärke liegt in der freiwilligen Beziehungsarbeit, sie schafft Vertrauen und ermöglicht es uns, junge Menschen sowohl in den Jugendzentren als auch in ihrer digitalen Lebenswelt glaubwürdig zu begleiten.»

Damit diese Beziehungen auch im digitalen Raum entstehen können, bildet das Community Management einen zentralen Bestandteil des Projekts. Kommentare, Fragen und Rückmeldungen werden zeitnah beantwortet und fachlich begleitet. So wird Social Media nicht nur zum Kommunikationskanal, sondern zu einem Ort der Beziehungsarbeit. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Arbeit der Jugendzentren ein und umgekehrt. Bereits heute erreichen erste Präventionsvideos mehrere tausend Aufrufe.

Ein Pilotprojekt mit schweizweiter Signalwirkung
Die Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung unterstützt das Projekt, weil es auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert und neue Wege in der Offenen Jugendarbeit erprobt. Emmanuel Ullmann, Präsident der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung, sagt dazu:

«Stiftungen haben die Möglichkeit, Innovationen dort zu ermöglichen, wo neue Lösungen noch nicht selbstverständlich sind. Gerade im sozialen Bereich braucht es den Mut, neue Ansätze auszuprobieren und Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.»

Das Social Media Team ist zudem mit kantonalen Fachstellen sowie dem Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ/AFAJ) vernetzt. Der regelmässige fachliche Austausch ermöglicht es, Erfahrungen, Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen zu teilen und voneinander zu profitieren. Denn digitale Trends und Herausforderungen machen nicht an Kantonsgrenzen halt und Themen, die Jugendliche in Basel beschäftigen, treten oft gleichzeitig auch in anderen Regionen der Schweiz auf.


Beitragshinweis Telebasel:
Über das Projekt berichtete zuerst Telebasel am 16. Juli 2026 im Rahmen eines Drehtags. Der Fernsehbeitrag zeigt, wie das Team arbeitet und wie digitale Prävention, Trendmonitoring und Community Management heute Teil einer zeitgemässen Offenen Jugendarbeit ist.

Den Fernsehbeitrag finden Sie hier.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Endrit Sadiku, Co-Geschäftsleiter, 078 600 95 69

Emmanuel Ullmann, Präsident Goethe-Stiftung
emmanuel.ullmann@bluewin.ch

Bild: Das neue Social Media Präventionsteam mit Timon Ingold & Samrawit Spuhler