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Veranstaltung zur Stärkung von psychischer Gesundheit in der Berufsbildung

Wie können junge Menschen gestärkt werden, nicht nur fachlich, sondern auch seelisch? Diese Frage stand im Zentrum der diesjährigen iPunkt-Denkpause unter dem Titel «Fit in der Seele, stark im Betrieb – psychische Gesundheit in der Berufsbildung stärken». Die Veranstaltung fand letzten Mittwoch in den Räumlichkeiten der Freizeithalle Dreirosen von JuAr Basel statt.
Digitale Reize, globale Entwicklungen und steigende Leistungsansprüche prägen den Alltag vieler Jugendlicher. Wenn junge Menschen aus der Balance geraten, kann der Ausbildungsbetrieb ein Ort sein, der Halt gibt. Genau dort setzt die iPunkt-Denkpause an: Sie bringt Fachpersonen aus Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und Sozialem zusammen, um gemeinsam Wege zu finden, wie psychische Gesundheit in der Berufsbildung gestärkt werden kann.
Ein Abend mit Bezug zur Theorie und Praxis
Nach einem aufschlussreichen Input von Prof. Dr. med. Alain Di Gallo (Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche, UPK Basel) zum Thema seelisches Wohlbefinden von Jugendlichen, diskutierten auf dem Podium Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen:
Rachel Affolter (WorkMed AG), Tanja Edel (IV-Stelle Basel-Landschaft), Nira Leon (Pflegeheim Wendelin), Raphael Gass (Jenzer Fleisch und Feinkost AG) und unser Co-Geschäftsleiter Marc Moresi.
Die Perspektive der Jugendarbeit
Marc Moresi betonte, wie wichtig es ist, dass Jugendliche in der Ausbildung Räume finden, in denen sie sich sicher fühlen dürfen: «Psychische Gesundheit beginnt dort, wo junge Menschen ernst genommen werden. Wenn Betriebe zuhören, Vertrauen schaffen und Begegnung ermöglichen, entsteht Resilienz – und das ist die beste Prävention.»
Damit sprach er eine zentrale Haltung von JuAr Basel an: Junge Menschen brauchen Beziehungsangebote, nicht nur Leistungsanforderungen. Im Riibistro und in der Freizeithalle Dreirosen fördert JuAr Basel im Beschäftigungsprogramm für arbeitslose Jugendliche seit 20 Jahren genau diese Balance zwischen Herausforderung und Unterstützung. Arbeitslose Jugendliche erhalten während ihrer agogischen Tätigkeit von JuAr Basel Coaches zur Seite gestellt, welche sie im Prozess der Arbeitsintegration unterstützen.
Starke Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Playern
Beim anschliessenden Apéro blieb Zeit, Gedanken zu vertiefen und Kontakte zu knüpfen. Deutlich wurde: Das Thema betrifft alle und es braucht die Zusammenarbeit von Fachpersonen aus verschiedenen Feldern, um Jugendliche langfristig zu stärken.
Die iPunkt-Denkpause konnte dank der Unterstützung der SVA Basel-Landschaft, der IV-Stelle Basel-Stadt, des Arbeitgeberverbands Region Basel, des Gewerbeverbands Basel-Stadt, der Handelskammer beider Basel, der Wirtschaftskammer Baselland und der JuAr Basel realisiert werden. JuAr Basel dankt insbesondere der Sozialhilfe Basel-Stadt für die langjährige Zusammenarbeit in diesem Bereich.




