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«Fast täglich gingen Menschen aufeinander los» – Co-Geschäftsleiter Marc Moresi über die Krise beim Freizeitzentrum Dreirosen

In der Basler Zeitung vom 9. Februar 2026 spricht Marc Moresi, Co-Geschäftsleiter von JuAr Basel und Leiter der Freizeithalle Dreirosen, über die wohl schwierigste Phase in der Geschichte des Freizeitzentrums. Das Gespräch führte Dina Sambar.
Ab 2016 spitzte sich die Situation rund um die Dreirosenanlage massiv zu. Gewalt, offener Drogenkonsum und Bedrohungen prägten zeitweise den Alltag. «Fast täglich gingen vor unserem Haus Leute aufeinander los», schildert er im Interview. Die Belastung für das Team sei enorm gewesen, einzelne Mitarbeitende hätten Angst gehabt zur Arbeit zu kommen. Ein Tötungsdelikt 2017 auf der Anlage habe den Ernst der Lage drastisch vor Augen geführt.
Aus Sorge um die Sicherheit der Besuchenden und Mitarbeitenden entschied sich das Freizeitzentrum, an die Öffentlichkeit zu gehen. Dieser Schritt sei zunächst kritisch aufgenommen worden, habe jedoch eine engere Zusammenarbeit mit Behörden und Polizei ermöglicht.
Durch stärkere Zusammenarbeit im Quartier zu mehr Sicherheit
Moresi berichtet von konkreten Massnahmen: einer klar definierten Pufferzone rund ums Haus, konsequent durchgesetzten Hausverboten, baulichen Anpassungen sowie verstärkter Polizeipräsenz. Besonders die Zusammenarbeit im Sinne des Community Policing habe zur Beruhigung der Situation beigetragen. Die grosse Sorge sei gewesen, dass die Besuchszahlen einbrechen. Doch heute seien sie höher denn je – die Nachfrage übersteige die Kapazitäten deutlich.
Für Marc Moresi ist klar: Die Lage hat sich verbessert, auch wenn gesellschaftliche Herausforderungen wie Armut, Migration und Sucht bestehen bleiben. Entscheidend sei gewesen, Probleme offen anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Den vollständigen Artikel der Basler Zeitung finden Sie hier.
JuAr Basel dankt der Basler Zeitung herzlich für das Interesse an unserer Arbeit. Mit Vorfreude blicken wir auf das 20-jährige Jubiläum unserer Angebote im Basler Brückenkopf der Dreirosenanlage. Mit dem Jugendzentrum, dem Riibistro und der Freizeithalle sind dort gleich drei Angebote von JuAr Basel untergebracht. Sie fordern uns immer wieder aufs Neue, uns mit der Situation vor Ort auseinanderzusetzen und gemeinsam mit der Quartierbevölkerung, den kantonalen Stellen und unseren Zielgruppen tragfähige und bestmögliche Lösungen zu finden.