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Finanzkompetenz bei jungen Menschen stärken – JuAr Basel an der Swiss Money Week

Am Dienstag, 17. März, durfte JuAr Basel im Rahmen der Swiss Money Week an der Podiums-Veranstaltung «Wer gewinnt, wer verliert?» der Universität Basel teilnehmen. Als JuAr Basel waren wir mit der Jugendberatung an der Tischmesse vertreten und konnten unsere Perspektiven aus dem Beratungsalltag einbringen. Vor Ort waren Christoph Walter, Teamleiter Jugendberatung, sowie Endrit Sadiku, Co-Geschäftsleiter der JuAr Basel.
Der Anlass bot eine wertvolle Plattform für den Austausch zwischen Forschung, Praxis und Politik. Besonders hervorzuheben ist der Beitrag von Regierungsrat Kaspar Sutter, der die kantonalen Bemühungen im Bereich finanzielle Bildung und Prävention eindrücklich aufzeigte und insbesondere den Fokus auf die hohe Verschuldungsrate, laut Bundesamt für Statistik bei jungen Menschen, verwies. Eine Lebensrealität die die Jugendberatung seit vielen Jahren bestätigen kann.
Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Social Media Influencer
Inhaltlich wurden an der Podiumsdiskussion zentrale Themen wie Verschuldung, Prävention sowie der Einfluss von Social Media und Influencer:innen auf das Konsumverhalten junger Menschen diskutiert. Diese Perspektiven sind auch für unsere tägliche Arbeit von Bedeutung. Beim anschliessenden Apéro wurde dies mit dem Social Media Star und Influencer Zeki Bulgurcu besonders greifbar. Im Gespräch mit unserem Teamleiter Christoph Walter sagte er: «Ich hätte gerne jemanden wie dich gehabt mit 18». Dieses Zitat macht klar, wie wichtig niederschwellige Beratung und Begleitung in Übergangsphasen des Erwachsenwerdens sind.
Finanzkompetenz als Verbundsaufgabe
Gleichzeitig zeigte sich aus unserer Praxissicht, dass alltagsnahe Themen, die junge Menschen unmittelbar betreffen, teilweise weniger im Fokus dieser Diskussion standen. So sind das Einzahlen in eine Säule 3a oder das Investieren in Aktien kaum Thema in unserer Beratung. Fragen wie das Ausfüllen einer Steuererklärung, das Verständnis der Krankenkassenpflicht oder der Umgang mit ersten eigenen finanziellen Verpflichtungen gehören zu den häufigsten Anliegen der Ratsuchenden. Hier sehen wir ein grosses Potenzial, zukünftige Formate noch stärker an der konkreten Lebenswelt junger Menschen auszurichten.
Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Vernetzung zwischen verschiedenen Akteur:innen ist. JuAr Basel bringt dabei die Perspektive der Offenen Jugendarbeit ein, die sich konsequent an den Lebensrealitäten junger Menschen orientiert und sie in ihrer Entwicklung begleitet. Im Jahr 2025 hat die Jugendberatung 500 Fälle mit einem Stellenumfang von 150% bearbeitet – für die gesamte Zielgruppe der 12- bis 25-Jährigen im Kanton Basel-Stadt. Diese Zahlen verdeutlichen den hohen Bedarf an niederschwelligen Unterstützungsangeboten.
Wir danken der Universität Basel sowie Pro Familia Regio Basel herzlich für die Einladung und die gelungene Durchführung dieses wichtigen Anlasses. Ebenso bedanken wir uns bei allen Podiumsgäst:innen für die spannenden Einblicke und die anschliessenden Diskussionen an der Tischmesse vor Ort.
JuAr Basel freut sich, im Austausch zu bleiben und gemeinsam daran zu arbeiten, finanzielle Bildung für junge Menschen zugänglich, verständlich und lebensnah weiterzuentwickeln.

