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Radio Basilisk: «Jugendberatung am Anschlag»

Interview im Radio Basilisk mit Leiter Christoph Walter von der Jugendberatung ausgestrahlt am 28. Juli 2026.

Bild: Christoph Walter im Gespräch mit Redaktor Nicola Schnell

Die Nachfrage nach psychosozialer Beratung für Jugendliche und junge Erwachsene in Basel nimmt weiter zu. Radio Basilisk hat in einem aktuellen Beitrag die Situation der Jugendberatung von JuAr Basel aufgegriffen und zeigt auf, vor welchen Herausforderungen das Angebot derzeit steht.

Der aktuelle Jahresbericht macht die Entwicklung deutlich: Im vergangenen Jahr bearbeitete die Jugendberatung 477 Beratungsfälle. Gleichzeitig mussten 82 Jugendliche aufgrund fehlender Kapazitäten abgewiesen werden. Hinzu kommen Wartezeiten von bis zu sechs Wochen eine lange Zeit für junge Menschen, die sich häufig in belastenden Lebenssituationen befinden.

Die Gründe für eine Beratung sind vielfältig. Psychische Belastungen, Konflikte im familiären Umfeld, Zukunftsängste, finanzielle Sorgen oder Schwierigkeiten in Schule und Ausbildung beschäftigen viele Jugendliche.

Über 80 «Wegbrecher:innen»
Die Jugendberatung von JuAr Basel bietet jungen Menschen eine kostenlose, freiwillige und niederschwellige Anlaufstelle, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und neue Perspektiven zu eröffnen. Zur aktuellen Situation erklärt der Leiter der Jugendberatung, Christoph Walter:

«Unser Ziel ist es, definitiv keine Warteliste mehr von mehr als einer Woche zu haben. Sonst verlieren wir weiterhin sehr viele Selbstmelder:innen, welche abtauchen. Letztes Jahr waren das 82 Fälle. Das ist ein unhaltbarer Zustand.»

Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig leicht zugängliche Unterstützungsangebote für junge Menschen in Basel sind. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass die bestehenden Ressourcen an ihre Grenzen stossen. Damit Jugendliche auch künftig zeitnah die notwendige Unterstützung erhalten, braucht es eine langfristige Stärkung solcher Angebote.

Den vollständigen Radiobeitrag von Radio Basilisk finden Sie hier: «Basler Jugendberatung am Anschlag».